Panoramafoto von der Schaumburg oberhalb von Schalkau

Geschichte

Wegmarken der Geschichte

8. Jahrhundert: Besiedlung durch fränkische Kolonisten

13. Jahrhundert: Gründung von Sonneberg und Schalkau unter den Herren von Schaumburg

16. Jahrhundert: Die günstige Lage an der alten Heer- und Handelsstraße Nürnberg-Leipzig fördert Produktion und Handel in der Region. Von großer Bedeutung sind Schiefer, Eisen- und Holzwaren sowie Spielzeug.

1597: In Lauscha wird die erste Glashütte der Region erbaut; später werden in Lauscha der gläserne Christbaumschmuck erfunden und die Menschenaugen aus Glas bedeutend weiterentwickelt

19. Jahrhundert: Die Spielwarenbranche wird zum größten Arbeitgeber im Sonneberger Land (zunächst in Heimarbeit; später industriell). Sonneberg wächst rasant – Villen zeugen vom Reichtum der Bürgereliten.

Anfang des 20. Jahrhundert: Spielwaren aus Sonneberg genießen Weltruf („Weltspielwarenstadt“). Die USA unterhalten in Sonneberg ein Konsulat und mehrere Warenhäuser. Die Sonneberger Spielwarenindustrie begeistert auf den Weltausstellungen.

1868: Das Herzogtum Sachsen-Meiningen gründet in seinem Staatsgebiet vier Landkreise zur Verbesserung der Verwaltungsarbeit; darunter den Landkreis Sonneberg.

1918: Das Ende des Ersten Weltkriegs führt zur Auflösung des Herzogtums.

1919: Gründung des Landes Thüringen. Der Landtag in Meiningen beschließt, dem Land Thüringen beizutreten. Sonneberg wird Sitz der regionalen IHK.

1945: Der Landkreis wird im April 1945 durch die US Armee vom Nationalsozialismus befreit; darunter auch das Außenlager des KZ Buchenwald (Zahnradwerk). Ab Juli 1945 wird das Gebiet an die Sowjetarmee übergeben (Thüringen gehört zur sowjetischen Besatzungszone). Durch die Teilung Deutschlands und die unmittelbare Lage an der innerdeutschen Grenze wird die Freiheit und der Alltag der Menschen zum Teil stark eingeschränkt (Sperrgebiet, Zwangsumsiedlungen, Schleifen von Dörfern).

1952: Das Land Thüringen wird aufgelöst. Der Landkreis Sonneberg wird Teil des Bezirks Suhl. Der Landkreis verliert nördliche Gebiete (Lauscha, Neuhaus), weil im Bezirk Suhl mit dem Landkreis Neuhaus ein achter Landkreis entsteht.

1989: Friedliche Revolution in der DDR - auch in Sonneberg finden Friedensgebete und Demonstrationen statt. Ab 12. November werden die Grenzpunkte geöffnet – darunter an der „Gebrannten Brücke zwischen Sonneberg und Neustadt bei Coburg.

1990: Deutsche Wiedervereinigung - der Landkreis rückt wieder in die Mitte Deutschlands und Europas.

1994: Durch die Kreisgebietsreform erhält der Landkreis den südlichen Teil des Landkreises Neuhaus hinzu und ähnelt nun dem von vor 1952.

2014: Der Landkreis Sonneberg wird erstes Mitglied außerhalb Bayerns in der Europäischen Metropolregion Nürnberg.

Weitere Details zur Geschichte der Region erhalten Sie auch bei den Informationen zum 150-jährigen Jubiläum des Landkreises Sonneberg, das im Jahr 2018 begangen wurde. Auskünfte erteilt gerne auch unser Kreisheimatpfleger Thomas Schwämmlein.