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Zwischenmeldung zur Lage im Ferienzentrum Rauenstein

Sonneberg/Rauenstein, 12. Juli 2018, Stand um 15.00 Uhr

 

Aktuell werden 46 erkrankte Jugendliche (44) und Betreuer (2) medizinisch behandelt.

 

Innerhalb eines ersten Befunds von vier Stuhlproben konnten im beauftragten Suhler Labor bis dato keine Viren (Norovirus, Rotavirus, Adenovirus, Astrovirus) nachgewiesen werden. Weitere Untersuchungen zur Krankheitsursache laufen.

 

Der Landkreis Sonneberg arbeitet daran, allen Gästen des Ferienzentrums eine vorzeitige Abreise zu ermöglichen. Gegenwärtig zeichnet sich jedoch ab, dass eine Heimreise mit Bussen frühestens morgen Vormittag möglich sein kann. Demnach werden die Gäste bis auf weiteres im Ferienzentrum betreut und versorgt.

 

Erkrankte und gesunde Personen wurden räumlich getrennt (insbesondere Aufenthaltsräume und Toiletten).

 

Die Gäste des Ferienzentrums sind alle Teil der Evangelischen Jugendgruppe Oder-Spree. Sie stammen aus Frankfurt/Oder sowie den Landkreisen Oder-Spree und Märkisch-Oderland (siehe PDF anbei). Sie reisten am 9. Juli an und sind bis 18. Juli im Ferienzentrum eingebucht. Erste Symptome traten vereinzelt am 10. Juli auf. Der Zustand der Erkrankten ist stabil.

 

Vorsorglich wurde für den Bereich des Ferienzentrums der Quarantänefall ausgesprochen. Das heißt konkret, dass das Gelände nur von autorisierten Personen betreten und verlassen werden darf.

 

Der Kontakt zu den Eltern erfolgt direkt über Mobiltelefon der Jugendlichen bzw. über die Betreuer der Evangelischen Jugendgruppe Oder-Spree, die ebenfalls über ihre Mobiltelefone erreichbar sind.

 

Welche Maßnahmen hat das Gesundheitsamt seit dem Erstfall am 28. Juni 2018 unternommen? Wie war der weitere Verlauf bis zum heutigen Tag?

 

Aufgrund der nachgewiesenen Norovirus-Erkrankungen vom 28. Juni 2018 wurde das Ferienzentrum Rauenstein durch das Landratsamt Sonneberg noch am selbigen Tag bis auf weiteres geschlossen.

 

Am 29. Juni erließ das zuständige Gesundheitsamt des Landkreises Sonneberg gegenüber dem Betreiber der Ferienanlage nach den Vorschriften des Infektionsschutzgesetzes einen Bescheid und ordnete hierin Maßnahmen zur Verhinderung von Infektionsgefahren vor einer Wiederbelegung an. Vor einer Neuaufnahme von Gästen war demnach insbesondere eine umfassende und fachgerechte Desinfektion aller Flächen und Gegenstände durch eine Spezialfirma durchzuführen. Außerdem wurde durch die Behörde die Durchführung konkreter Hygienemaßnahmen angeordnet.

 

Das Gesundheitsamt stand mit dem Eigentümer während dieser Zeit mehrfach im Kontakt und hat unter anderem bei der Vermittlung einer fachlich geeigneten Spezialreinigung unterstützt. Die Desinfektionsmaßnahmen wurden durch eine Fachfirma vom 5. bis 6. Juli 2018 durchgeführt.

 

Am 6. Juli 2018 hat die Behörde dem Betreiber der Ferienanlage ergänzende Auflagen erteilt. Demnach durfte die Anlage nach Abschluss der Desinfektion für zwölf Stunden nicht betreten werden. Anschließend musste eine Endreinigung der kompletten Anlage erfolgen. Alle Flächen und Gegenstände sowie das Geschirr musste gereinigt bzw. in ein Tauchbad gelegt werden. Wäsche und sonstige Textilien durften erst nach einer chemisch-termischen Desinfektion durch eine zertifizierte Wäscherei sowie der erforderlichen Endreinigung in die Räumlichkeiten verbracht werden.

 

Nach Erfüllung der Auflagen konnte die Anlage wieder für den Betrieb freigegeben werden. Am 9. Juli führte das Gesundheitsamt eine Nachkontrolle durch und erteilte dem Betreiber weitere Auflagen bezüglich der Fertigstellung eines Rahmenhygieneplans. Daraufhin reisten am 9. Juli die gegenwärtigen Gäste aus Brandenburg an.

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