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Landkreis stellt OP-Masken zum Schutz der Bevölkerung bereit

Verteilung von Mund-Nasen-Schutz (MNS) hat begonnen

Der Bedarf an persönlicher Schutzausrüstung (PSA) ist groß. Das Landratsamt Sonneberg hat ca. 39.000 Schutzmasken kostengünstig organisiert, um schnell und wirksam auf Kreisebene helfen zu können.

 

Die Corona-Pandemie brachte weltweit einschneidende Export-Beschränkungen und -verbote des globalen Warenverkehrs mit sich. Medizinische Schutzmasken wurden und sind Mangelware. Laut Beschluss der Bundeskanzlerin mit dem Corona-Kabinett vom 06. April soll die Produktion von Vorprodukten in Deutschland für medizinische Masken noch 2020 beginnen.

 

Der Bedarf an PSA wächst kontinuierlich. Längst haben medizinische Einrichtungen Bedarf angemeldet. Insbesondere müssen aber auch die Bedürfnisse der Bevölkerung gedeckt werden. „Das Landratsamt sieht seine Verantwortung gegenüber seinen Bürgerinnen und Bürgern in der weltweiten Krise sehr ernst“, erklärt Landrat Hans-Peter Schmitz. Deshalb wurde in enger Zusammenarbeit mit dem 1. Beigeordneten Jürgen Köpper und der Kämmerei die Verteilung an Apotheken im Kreisgebiet und an das ansässige Orthopädiehaus Anfang der Woche in Auftrag gegeben. Die Beschaffung ermöglichte die gute Kooperation von Jürgen Köpper mit dem Bundestagsabgeordneten Mark Hauptmann, dem das Landratsamt zu großem Dank verpflichtet ist.

 

Am 09.04.2020 konnte somit die Verteilung der Masken, die den medizinischen Kriterien entsprechen, beginnen. 28.700 Masken werden zum Selbstkostenpreis an die Apotheken im Landkreis vermittelt. Der Landrat Hans-Peter Schmitz brachte 10.700 OP-Masken persönlich zu der Gebietsvertrauensapothekerin (GVA) des Landkreises und Inhaberin der „Markt-Apotheke“ in Steinach, Frau Susanne Vielmuth. Sie verteilt in Eigenregie die Masken an die Apotheken im Norden des Kreisgebiets. Der Landrat übergab weitere 2.000 Schutzmasken an das Orthopädiehaus Blaschke, vertreten durch Christian Blaschke.

 

Um Wucherpreise zu verhindern und den Erwerb für alle Bevölkerungsschichten zu ermöglichen, wurde vertraglich ein Kaufpreis festgelegt. Der Verkaufspreis darf hierbei 1,95 Euro pro OP-Maske nicht überschreiten. Zudem ist im Kaufvertrag geregelt, dass der Weiterverkauf nur an Personen mit Hauptwohnsitz im Landkreis Sonneberg getätigt werden darf und 10 OP-Masken maximal pro Haushalt erworben werden dürfen. Insofern müssen sich die Käufer ausweisen können.

 

Weitere 5.400 Schutzmasken verbleiben im Sachgebiet Brand- und Katastrophenschutz zur Ausstattung von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst im akuten Bedarfsfall. Die restlichen Masken werden vorerst für die kritische Infrastruktur des Landkreises vorgehalten.

Die schnelle Beschaffung und Verteilung ist ein persönliches Anliegen des Landrats Hans-Peter Schmitz. Er betont: „Das Wichtigste ist neben der Eindämmung der Corona-Pandemie der Schutz der gesamten Bevölkerung.“ Gemeinsam mit dem Leiter des Krisenstabes, Jürgen Köpper, bedankt er sich bei allen, die den Bürgerschutz ermöglichen und tagtäglich einen persönlich hohen Einsatz zeigen.