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Herzlich Willkommen Lichte und Piesau

Mit der Verabschiedung des jüngsten Gemeindeneugliederungsgesetzes durch den Thüringer Landtag fusionierten die Gemeinden Lichte und Piesau zum 1. Januar 2019 mit der Stadt Neuhaus am Rennweg. Damit wechselten die beiden Orte aus dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in den Landkreis Sonneberg.

Vor Ort war man sich über die freiwillige Fusion frühzeitig einig, schließlich pflegt man seit jeher enge Verbindungen zueinander. Die betroffenen Landkreise regelten in Form von Arbeitsgruppen einen möglichst harmonischen Wechsel, dessen Anpassungsprozess jedoch noch etwas andauern wird.

 

Landrat Hans-Peter Schmitz: „Im Namen der Verwaltung und des Kreistages Sonneberg heiße ich all unsere neuen Kreisbewohnerinnen und -bewohner herzlich willkommen. Wir werden Sie im Rahmen unserer Zuständigkeiten wo immer möglich unterstützen. Und meine Türen stehen Ihnen selbstverständlich ebenfalls gerne offen.“

 

Zahlenmäßig betrachtet wuchs der Landkreis Sonneberg um 2.239 Bürgerinnen und Bürger sowie um 27,22 Quadratkilometer Fläche. Hinzu kommen unter anderem eine Schule – die Staatliche Regelschule Lichte – und zwei Kindergärten. Hinter diesen Fakten steht jedoch weitaus mehr, nämlich zwei idyllisch gelegene Rennsteigdörfer, die einen Besuch wert sind. Deshalb seien Lichte und Piesau als neue Ortsteile im Landkreis Sonneberg im Folgenden kurz vorgestellt:

 

Lichte

Lichte hat rund 1.500 Einwohner und besteht aus den vier Ortsteilen Wallendorf, Bock und Teich, Geiersthal und Lichte. Das Straßendorf liegt nördlich von Neuhaus am Rennweg entlang der Thüringer Porzellanstraße (Bundesstraße 281) in Richtung Saalfeld. Der Ort wird umringt von den Höhenzügen des Thüringer Schiefergebirges und schmiegt sich entlang der Bäche Lichte und Piesau. Das Wasser nimmt seinen Lauf zur Talsperre Lichte-Leibis mit der Vorsperre Deesbach. Der Neubau wurde im Jahr 2005 zur Trinkwasserversorgung in Betrieb genommen. Das imposante Talsperrenbauwerk ragt 102,5 Meter über dem Grund auf. Die Krone der Staumauer misst in der Breite 369 Meter. Dahinter stauen sich auf 3,6 Kilometer Länge bis zu 39,2 Millionen Kubikmeter Wasser. An der tiefsten Stelle sind es 91 Meter bis zum Grund, in dem einst die Lichte floss und das Dörflein Leibis lag.

Ein weiteres Wahrzeichen des Ortes sind die 1733 im Stil des Bauerbarocks errichtete Kirche zu Wallendorf und das 253 Meter lange und 34 Meter hohe Eisenbahnviadukt der stillgelegten Strecke zwischen Ernstthal und Probstzella. Auf dieser Bahnlinie werden über die Max-und-Moritzbahn übrigens Draisinenfahrten angeboten, bei denen man einen einmaligen Blick auf Ort und Landschaft genießen kann. Höhepunkt ist hierbei das Pfingstfest.

Bekannt ist Lichte vor allem als einstiger Porzellanort, dessen Anfänge im Jahr 1764 liegen. Einmalig in Thüringen ist die Zeichen- und Modellierschule im Geiersthal. Hier kann man eigene Kunstwerke aus Keramik, Porzellan, Glas, Holz, Bilderrahmen und Gipsfiguren mit einer Vielzahl von Motiven und speziellen Farben und Materialien gestalten. Im  gleichen Gebäude befindet sich auch die Heimatstube, wo die Ortsgeschichte anschaulich dargestellt wird.

Rund um Lichte kann man zu herrlichen Wanderungen aufbrechen und im Winter dem Skisport oder dem Rodeln frönen. Auch die ansässigen Hotels, die Ferienanlage, Gastwirtschaften oder das Schwimmbad sind Anziehungspunkte für Einheimische und Gäste. Jahreshöhepunkt ist die Lichtner Kirmes alljährlich am letzten Septemberwochenende.

 

Piesau

Im Glasmacherdorf Piesau sind rund 700 Menschen zuhause. Seit 1622 ist hier die Glasherstellung beheimatet. Bis heute werden Glasbehältnisse (Flacons) auf höchstem Qualitätsniveau für die erlesensten Düfte Europas und der Welt produziert. Die Geschichte des Ortes wird eindrucksvoll in den Piesauer Traditionsstuben dargestellt, die 2006 eröffnet wurden. In dem kleinen Museum kann man weiterhin Küche, Wohn- und Schlafraum aus früheren Zeiten besichtigen. Besuche sind nach Voranmeldung möglich,

In und um das idyllisch gelegene Bergdorf kann man auf gut ausgeschilderten Wanderwegen die reizvolle Natur des Thüringer Schiefergebirges erkunden. Sommer wie Winter bietet die Natur um Piesau beste Wander- und Laufbedingungen. Der in Piesau ansässige Leichtathletikverein „Saale-Rennsteig“ organisiert im Sommer den „Saale-Rennsteigmarathonlauf“, der wegen der zu überwindenden Höhenmeter und dem wildromantischen Streckenverlauf überregional bekannt und beliebt ist. Im Winter laden Skiwanderwege, Loipen und Rodelbahnen am Rennsteig zu sportlicher Betätigung ein. Fixpunkt im Jahreskalender ist die Piesauer Kirmes (alljährlich im August).

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