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Mit vereinter Kraft das Coronavirus eindämmen

REGIOMED Klinikum Sonneberg und Landkreis leiten weitere Maßnahmen ein

Gemeinsame Pressemitteilung des Landratsamtes Sonneberg und der REGIOMED-Kliniken GmbH

 

Sonneberg, 08. Mai 2020 – Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger steht an allererster Stelle – darüber sind sich REGIOMED-Geschäftsführung und der Krisenstab des Landkreises einig. Daher hat man sich jetzt gemeinsam entschieden, umgehend weitere Maßnahmen einzuleiten, nachdem im Rahmen der großen Abstrichaktion am Dienstag neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des REGIOMED-Klinikums Sonneberg positiv getestet worden sind.

 

Insgesamt sind damit aktuell 20 Beschäftigte mit dem Coronavirus infiziert und befinden sich in häuslicher Quarantäne. Darüber hinaus werden zurzeit 21 Patienten mit COVID-19 in der Klinik behandelt. Ein Teil davon wurde bereits mit einer Corona-Virusinfektion aufgenommen, da das Krankenhaus auf Grund seines Versorgungsauftrages für die Behandlung dieser Patienten zuständig ist.

 

Um eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, hat man sich entschieden, einen vorübergehenden Aufnahmestopp am Klinikum Sonneberg, beginnend ab 18.00 Uhr des heutigen Tages, zu erlassen. Die Notaufnahme bleibt einsatzbereit, so dass die Behandlung von kritischen und lebensbedrohlichen Fällen weiterhin sichergestellt ist.

 

„Wir hatten bereits Ende April die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen erheblich verschärft“, erläutert Krankenhausdirektor Michael Renziehausen. „Jetzt werden wir noch einmal gemeinsam alles auf den Prüfstand stellen, damit sich die Situation endgültig entschärft.“ Dazu gehört auch eine nochmalige Erweiterung der Tests. Das Gesundheitsamt wird kommende Woche rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abstreichen, darunter alle Beschäftigten der Klinik, des MVZ und alle Servicemitarbeiter in Sonneberg. Nach einer Woche wird diese Aktion wiederholt. “Eine Abstrichaktion in diesem Umfang ist ein erheblicher Aufwand“, erklärt der Leiter des Sonnberger Gesundheitsamtes, Stefan Müller. „Da die Gesundheitseinrichtungen bei uns alle sehr eng miteinander verknüpft sind und wir an mehreren Stellen Häufungen beobachten, werden wir auch andere Institutionen und Einrichtungen des Landkreises einbeziehen, die besonders stark vom Coronavirus betroffen sind.“

 

Darüber hinaus haben sich REGIOMED und der Krisenstab gemeinsam entschlossen, Anfang kommender Woche eine übergreifende Expertenkommission – auch unter Einbeziehung externen Sachverstands - einzuberufen. Vertreter des Klinikums Sonnebergs, des KfH-Nierenzentrums, des Gesundheitsamtes und des Thüringer Landesverwaltungsamtes werden die Situation gründlich prüfen, bewerten und so eine Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen schaffen. „Wichtig ist es jetzt, unsere Kräfte zu bündeln, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und dann gemeinsam dafür zu sorgen, dass die Infektionszahlen sich in der Region wieder auf einem normalen Maß einpendeln werden“, sind sich REGIOMED-Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke und der stellvertretende Landrat und 1. Beigeordneter Jürgen Köpper einig.