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Erneut Brechdurchfall im Ferienzentrum Rauenstein

Zahlreiche Gäste im Ferienzentrum Rauenstein (Landkreis Sonneberg) zeigen Symptome eines Brechdurchfalls. Rettungskräfte sind im Einsatz, um den Betroffenen vor Ort zu helfen. Die Ursache der Erkrankung ist noch unklar. Bereits vor zwei Wochen gab es im Ferienzentrum eine ähnliche Lage.

Sonneberg/Rauenstein, 12. Juli 2018, Stand 10.30 Uhr

 

Über die Leitstelle Zella-Mehlis wurden heute Morgen die Rettungskräfte im Landkreis Sonneberg erneut aufgrund mehrerer erkrankter Gäste des Ferienzentrums Rauenstein alarmiert.

 

Derzeit sind 41 Jugendliche und 2 Betreuer von Erbrechen und Durchfall betroffen (Stand: 10.30 Uhr). Zwei Jugendliche wurden aufgrund von Vorerkrankungen zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die medizinische Versorgung der anderen Erkrankten erfolgt vor Ort.

 

Im aus mehreren Wohn- und Versorgungseinheiten bestehenden Ferienzentrum sind seit Wochenbeginn 214 Gäste untergebracht. Die Jugendlichen und ihre Betreuer kommen aus Brandenburg – konkret aus Frankfurt/Oder sowie aus den Landkreisen Oder-Spree und Märkisch-Oderland. Die Jugendlichen sind zwischen 13 und 16 Jahre alt.

 

Zahlreiche Rettungskräfte sind vor Ort, um den Betroffenen zu helfen; darunter Kräfte der Rettungsdienste, des Deutschen Roten Kreuzes, der Sanitäts- und Betreuungszüge der Landkreise Sonneberg und Hildburghausen, der Feuerwehren der Region und der Polizei. Notärzte sowie der Amtsarzt des Landkreises Sonneberg leiten die medizinische Versorgung und Begutachtung der Erkrankten. Landrat Hans-Peter Schmitz und Bürgermeister Jürgen Köpper unterstützen die Einsatzkräfte vor Ort.

 

Die Ursache der Erkrankung ist noch unklar. Das Gesundheitsamt sowie das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Sonneberg sind im Ferienlager im Einsatz und haben Untersuchungen eingeleitet. Hierzu wurden unter anderem Stuhlproben entnommen. Die Proben wurden in ein Speziallabor nach Suhl gebracht und dort untersucht. Nach Vorlage der Untersuchungsergebnisse wird von den Einsatzkräften über das weitere Vorgehen entschieden.

 

Vorsorglich wurde für den Bereich des Ferienzentrums der Quarantänefall ausgesprochen. 

 

Bereits am 28. Juni 2018 kam es im Ferienzentrum Rauenstein zu einem ähnlichen Fall. Hierbei waren 45 Gäste aus Berlin und Frankfurt am Main vom Brechdurchfall betroffen. Sie wurden in einem Großeinsatz der Rettungskräfte versorgt. 22 Erkrankte wurden in Kliniken der Region Südthüringen und Oberfranken weiterbehandelt. Grund für den Ausbruch war der Norovirus, der im Nachgang nachgewiesen werden konnte. Das Ferienlager wurde vom Gesundheitsamt daraufhin geschlossen. Der Betreiber erhielt einen Auflagenbescheid, der insbesondere eine umfassende und fachgerechte Desinfektion der Anlage durch eine Spezialfirma beinhaltete. Nach Erfüllung der Auflagen konnte die Anlage am vergangenen Wochenende wieder für den Betrieb freigegeben werden. Daraufhin reisten am 9. Juli die gegenwärtigen Gäste aus Brandenburg an.

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