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Bedarfslagen, Entwicklungsziele und Fazit des Programms


Bedarfslagen des Fördergebietes


Die konjunkturelle Erhöhung der Arbeitslosenzahlen im Jahr 2009 im Landkreis Sonneberg sowie die wirtschaftlichen Veränderungen in den Tagespendelgebieten im und um den Landkreis, speziell in der zweiten Jahreshälfte 2009, traf hauptsächlich Jugendliche und Frauen, mit wenig oder niedrigerer Ausbildung. Trotz der gesunkenen Arbeitslosenzahlen zeigte sich weiterhin für Frauen ein kleineres Berufswahlspektrum als bei Männern aufgrund des ländlichen Gebietes. Die Zuweisung ergibt sich aus den tradierten Rollen und Familienbildern, sowie der längeren Familienpause. Hieraus ergibt sich eine berufliche Partizipation der Frauen auf dem Arbeitsmarkt, welche sich zusätzlich in den Vergütungsmechanismen niederschlägt. Ein erheblicher Teil der Frauen ist auf Unterstützungsleistungen angewiesen. Die soziale Integration von Frauen sowie die Qualifikation von jungen Frauen aus sozialen Brennpunkten muss verbessert werden.

Die Heranführung von Mädchen und Frauen an geschlechtsuntypische Berufe und Tätigkeiten soll in der Berufsorientierung und Berufsvorbereitung als auch in entsprechend geprägten künstlerischen oder handwerklichen Projekten erfolgen.

 

Jugendliche unter 25 Jahren welche keine oder nur eine sehr geringe schulische Qualifikation vorweisen können, haben trotz der sich verbessernden Anzahl an Ausbildungsplätzen, wenig Chancen den Übergang Schule - Beruf zu meistern. Für jugendliche Aussiedler sind diese Arbeitsmarktsituationen und die persönlichen Defizite fast unüberwindbare Zugangsbarrieren.

Etwas freiwillig zu tun, sich zu engagieren und sich selbst auf ein unabhängiges Leben vorzubereiten ist speziell bei sozial benachteiligten Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen kaum ein Ansporn.

Besondere Schwierigkeiten liegen bei den Jugendlichen mit Migrationshintergrund vor. Jugendliche, mit und ohne Migrationshintergrund, mit Problemen in Gesellschaft, Schule und Elternhaus lassen sich eher auf Projekte ein, bei dem sie das Ergebnis sehen können. Es bedurfte speziell bei Kooperationsprojekten guter Zusprache durch die Schulen, Jugendeinrichtungen bzw. den Projektleiter bzgl. der freiwilligen Projektteilnahme der Adressaten. Speziell langzeitarbeitslose Jugendliche und Frauen sind durch die Projekte sehr schwierig zu erreichen. Über Jahre aufgebaute Mängel z.B. hinsichtlich Selbstvertrauen, Mobilität, sozialer Kompetenzen, Gesundheit und allgemeine Resignation stehen allgemein bei allen Zielgruppen eher im bewussten Vordergrund als die Erkenntnis, einigen dieser Probleme lediglich durch Teilhabe an der Gesellschaft und einer damit verbunden Qualifikation der eigenen Person und Fähigkeiten entgegen zu wirken.

Sozialpädagogische Kompetenzen der Projetträger und Wege weitab vom klassischen Schulbank-Prinzip sind erforderlich um die blockierende Zwangshaltung der Adressaten zu lösen.


Ziel des Programmes

Im Rahmen eines integrierten ganzheitlichen Handlungskonzeptes auf regionaler Ebene sollen wieder die sich manifestierten sozialen und beruflichen Problemlagen von Jugendlichen und Frauen zusammengeführt und mit entsprechenden Maßnahmen und Projekten untersetzt werden.


Entwicklungsziele des Aktionsplanes

1. Steigerung des gelingenden Übergangs Schule – Beruf
2. Steigerung der Ausbildungschancen für Jugendliche, insbesondere Personen ohne Berufsorientierung, ohne Schulabschluss, behinderte Jugendliche, Jugendliche mit Migrationshintergrund

3. permanente Aktivierung der Teilnehmer innerhalb der Projekte

4. Erreichung der Vermittelbarkeit der Jugendlichen in Qualifikation, Ausbildung oder Arbeit

5. Steigerung der Integrationswahrscheinlichkeit von Frauen auf dem Arbeitsmarkt, insbesondere Mütter, Alleinerziehende und ältere Frauen

6. Ausbau und Bekanntmachung des sozialen Dienstleistungsangebotes hinsichtlich Mobilität, Berufs- und Ausbildungsberatung, ehrenamtliche Arbeit und Motivation

7. Steigerung der Gewaltprävention durch soziale Integration in den Gemeinden und Stadtquartieren durch Netzwerkarbeit


Fazit des Programms

Mit dem Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wurden im Zeitraum von 2009 - 2011 soziale, schulische und berufliche Integration von benachteiligten jungen Menschen und Frauen mit Problemen beim Einstieg und Wiedereinstieg in das Erwerbsleben unterstützt.

Im Landkreis Sonneberg wurden in der vergangenen Förderperiode von 2009 bis 2011 50 Mikroprojekte erfolgreich umgesetzt. Diese Projekte setzten am Bedarf der Menschen an. Es kam zur Aktivierung von Gruppen, welche bisher kaum erreicht wurden.

Die Stärkung des Selbstbewusstseins der Teilnehmer, die damit einhergehende Eigeninitiative und der Mut zur Veränderung wurden durch die Projekte mit ihren verschiedenen Inhalten geweckt.

Für Menschen mit besonders großen Nachteilen am Arbeitsmarkt stellte die Beschäftigung in den Mikroprojekten auch die Chance dar, wieder einer geregelten Tagesstruktur nachzugehen. 

Weitere positive Effekte, wie  

- die Förderung der Teilhabe und Chancengleichheit benachteiligter Bevölkerungsgruppen

- der Erhalt und die Verbesserung der lokalen Infrastruktur durch gemeinsames Handeln

- die Gewinnung von Adressaten durch die Mikroprojekte und eine Verhinderung deren Abgleiten in prekäre Lebensumstände durch Integration in das gesellschaftliche Leben
konnten mit dem Programm STÄRKEN vor Ort des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wirkungsvoll umgesetzt werden.

Das in den Projekten geförderte ehrenamtlichen Engagement der Teilnehmer, zeigt sich Nachhaltig durch die aktive Mitwirkung weiterhin in den Vereinen, aber auch an fruchtbaren Kooperationen, wenn es darum geht, Beschäftigungspotentiale aufzuspüren.

In einer öffentlichen Abschlussveranstaltung mit Ausstellungseröffnung am 20.12.2012, wurden durch Vertreter des Landkreises und der beteiligten Projekte die Ergebnisse und positive Effekte, die mit dem Programm erzielt wurden, nochmals rückblickend erläutert, dokumentiert und gewürdigt.

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