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Zukunft - Standort

Der gesamte Landkreis Sonneberg hat sich nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten gut entwickelt. Hilfreich waren vor allem auch die persönlichen Beziehungen aus bestehenden Verwandtschaftsverhältnissen. Viele gut ausgebildete Handwerker nutzten die Gelegenheit, sich selbständig zu machen, um bald einen höheren Lebensstandard zu erreichen. Andere fanden schnell neue Arbeit im oberfränkischen Raum um Coburg, Kronach und Lichtenfels. Damit blieb die Arbeitslosenquote im Landkreis lange Zeit die niedrigste in ganz Thüringen. Das ist auch heute noch so.

Durch die vor der Wende vorhandene Vielfalt in der Wirtschaftsstruktur standen viele gut ausgebildete Facharbeiter in allen möglichen Wirtschaftszweigen zur Verfügung. So kamen renommierte Firmen wie Mann & Hummel, die BERU AG, die Gebrüder Märklin GmbH & Co. KG und die Dr. Schneider GmbH in den Landkreis und bauten auf dieses Potential auf. Durch eine gezielte Wirtschaftsförderung und die unbürokratische Unterstützung vor Ort konnte den einheimischen Betrieben geholfen und viele neue Betriebe angesiedelt werden. Hierfür zeichneten sich bis Mitte 2004 die Landkreis-eigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft ABS-WIFÖG mbH und die Entwicklungsgesellschaft Südwest-Thüringen (ESW) verantwortlich. Einige beispielhaft genannte Projekte der ESW sind: die Revitalisierung des Altstandortes Mikroelektronik in Neuhaus/Rwg., die Erweiterung des Gewerbegebietes Schalkau/Bachfeld sowie die Mitwirkung bei der Erschließung und Vermarktung des Gewerbegebietes Sonneberg/Föritz. Der Landkreis Sonneberg besitzt 25 ausgewiesene Gewerbegebiete mit 266 dort ansässigen Unternehmen.


Für Neuansiedlungen oder Firmenerweiterungen stehen insgesamt 67 ha auf diesen Gewerbeflächen zur Verfügung. Zwischen vielen Firmen des Landkreises und Unternehmen aus dem oberfränkischen Raum besteht eine starke wirtschaftliche Verflechtung.

Zu einer wirtschaftsfreundlichen Standortpolitik gehört auch eine vorausschauende und wirksame Bildungspolitik für Aus- und Weiterbildung. Schließlich ist eine gute Qualifikation ein Garant für die Weiterentwicklung der Region und die Konkurrenzfähigkeit der heimischen Unternehmen. Im Landkreis Sonneberg gibt es dafür eine Staatliche Berufsbildende Schule, das Sonneberger Ausbildungszentrum, in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Hildburghausen, das Berufsbildungszentrum Sonneberg, die verschiedensten Einrichtungen für die Erwachsenenqualifizierung und eine Volkshochschule. Für die Ausbildung von besonders musikalischen Kindern sorgt die Musikschule Sonneberg. Bekannte Künstler erhielten hier ihre erste Ausbildung.

 
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