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Neuhaus am Rennweg

Die Stadt Neuhaus am Rennweg liegt im Naturpark Thüringer Wald am Rande des Thüringer Schiefergebirges und ist mit einer Höhenlage von 835 m NN die größte Stadt direkt am Rennsteig.

DampflockDer Bahnhof ist die höchstgelegene normalspurige Eisenbahnstation Mitteldeutschlands; ein stilvolles Empfangsgebäude empfängt die Gäste. Und nur wenige Schritte vom Bahnhofsvorplatz entfernt können Wanderer den begehrten Höhenwanderweg Rennsteig unter die Füße nehmen, der 3 km durch das Stadtgebiet verläuft und bis zum vorigen Jahrhundert auch Grenze zweier Fürsten- bzw. Herzogtümer war.

Der Rennsteig trennte bis 1918 nicht nur Länder, sondern auch Orte. Während Schmalenbuche und Neuhaus am Rennweg zum damaligen Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt gehörten, war Igelshieb ein Ort im Herzogtum Sachsen-Meiningen. 1933 wurde das Stadtrecht erteilt und seitdem heißt die Stadt Neuhaus am Rennweg.

Heute ist Neuhaus am Rennweg ein teilfunktionales Mittelzentrum im nördlichen Teil des Landkreises Sonneberg sowie ein touristisches Zentrum im südlichen Thüringer Wald an der Grenze zum Thüringer Schiefergebirge. Die Stadt hat derzeit 6320 Einwohner und ist Moderne und Tradition zugleich. Schmucke, typische Schieferhäuser, aber auch neuzeitliche Bauten prägen das Stadtbild. Glas in vielen Variationen, Farben und Formen ist das Markenzeichen des hiesigen Handwerks. Ansässig sind aber auch Betriebe der Mikroelektronik, der chemisch-pharmazeutischen und technischen Glasherstellung. In den Gewerbegebieten Herrnberg I und II sowie Bornhügel sind Handwerks-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe angesiedelt. Ein fester Bestandteil der heimischen Wirtschaft ist der Tourismus. Neben einem leistungsfähigen Beherbergungs- und Gastronomiegewerbe mit ca. 400 Betten einschließlich einer Jugendherberge prägt ein vielfältiges Vereinsleben das sportliche und kulturelle Leben der Stadt.

Ein Kleinod ist die evangelische Kirche, eine der schönsten und größten Holzkirchen Thüringens. Das Heimatmuseum „Geißlerhaus“, das seinen Namen nach dem Erfinder medizinisch-technischer Glasgeräte Dr. Heinrich Geißler trägt und 2004 15 Jahre besteht, ist ein gern besuchtes Museum. Nicht nur Leben und Werk von Dr. Geißler sind zu sehen; auch Sonderausstellungen namhafter internationaler Glaskünstler, die in Neuhaus geboren sind, bringen Abwechslung in die museale Einrichtung. Für den Sport- und Kulturbetrieb steht die GutsMuths-Halle, eine neue Dreifach-Mehrzweck-Halle, zur Verfügung. Das erste staatliche Gymnasium nach 1990 in Thüringen entstand in Neuhaus am Rennweg. Eine wichtige soziale Einrichtung ist das Krankenhaus.

Auf den Terrainwegen mit Trainingsstationen und in einer Squashhalle können Einheimische und Gäste ihre körperliche Fitness trainieren.

Die sanierte Sportschwimmhalle am Rennsteig mit 25-m-Becken, Kinderbecken und 2 Saunen sowie das idyllisch gelegene Waldbad Bernhardsthal mit großer Liegewiese und Freizeitsportanlagen in den Sommermonaten laden nach dem Aufenthalt in freier Natur zum Entspannen ein. Gästeschießen in der modernen, vollelektronischen Schießanlage in der Wulst ergänzen das Angebot. Mit einem außergewöhnlichen Flair rund um den Lauf zieht jährlich im Mai der GutsMuths-Rennsteiglauf, der größte Crosslauf Europas, Tausende Gäste in seinen Bann. Auch dem Skilaufen, ob Langlauf oder Alpin, frönen die wintersport-begeisterten Gäste im relativ schneesicheren Gebiet. Die jährlichen Schlittenhunderennen sowie Kutsch- und Pferdeschlittenfahrten runden das winterliche Vergnügen ab.

Neuhaus am Rennweg im Internet

 
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