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Fälle von Afrikanischer Schweinepest in Europa

In Teilen Europas ist die Afrikanische Schweinepest ausgebrochen. Die Übertragung kann indirekt auch durch den Menschen erfolgen – durch Wegwerfen von Speiseresten aus rohem Schweinefleisch von infizierten Tieren. Hier finden Sie weitere Informationen.

Die Afrikanische Schweinepest ist nicht auf den Menschen übertragbar, aber für Wildschweine und Hausschweine sehr gefährlich. Angesichts des Vordringens der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nach Ost- und Mitteleuropa ist erhöhte Wachsamkeit gefragt. So sind zum Beispiel tot aufgefundene Wildschweine den Behörden zu melden. Wochentags soll die Meldung an das Landratsamt, Veterinär- und Lebensmittelüberwachungamt (Telefon: 03675/871-590) erfolgen; außerhalb der Dienstzeiten an die Rettungsleitstelle (Telefon: 03682-40070).

 

Wenngleich in Deutschland noch keine Nachweise für diese Tierseuche vorliegen, schätzt das Friedrich-Löffler-Institut (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) das Risiko für heimische Wild- und Nutztierbestände inzwischen als hoch ein.  Nach einer Infektion entwickeln die Wild- oder Hausschweine sehr schwere, aber unspezifische Allgemeinsymptome (zum Beispiel hohes Fieber). Die Dauer der Erkrankung liegt bei zwei bis sieben Tagen und die Sterblichkeitsrate bei fast 100 Prozent. Allerdings infiziert sich jeweils nur ein Teil der Wildschweine in einem Bestand und so kann sich das Virus in einem Gebiet halten oder weiter ausbreiten. In Russland, Weißrussland und der Ukraine ist die Seuche praktisch flächendeckend verbreitet. In den Wildschweinbeständen des Baltikums, im östlichen Grenzgebiet von Polen sowie im Raum Warschau und in einem Gebiet Tschechiens an der Grenze zur Slowakei wurde der Erreger inzwischen ebenfalls festgestellt.

 

Während sich das Virus in seinen afrikanischen Herkunftsländern vornehmlich über Zecken verbreitet, spielt dieser Weg in Mitteleuropa faktisch keine Rolle. Hier erfolgt die Übertragung durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren (Blut und Sekrete) und den indirekten Kontakt über den Menschen – zum Beispiel über infizierte Speiseabfälle oder kontaminierte Gegenstände. Durch die unsachgemäße Entsorgung von infizierten Schweinefleischerzeugnissen, beispielsweise das Wegwerfen von kontaminierten Speiseresten an Rastplätzen oder in den Wald, können sich dann Wildschweine mit dem Erreger infizieren. In rohen Fleischprodukten, die aus infizierten Haus- oder Wildschweinen hergestellt wurden (wie etwa Salami, Rohschinken, Speck), bleibt das Virus der Afrikanischen Schweinepest über Monate bis Jahre infektiös. Deshalb besteht insbesondere für die Einschleppung des Krankheitserregers über Personen und Fahrzeuge in die Wildschweinpopulation nach Deutschland ein hohes Risiko. Ein anderer indirekter Übertragungsweg durch den Menschen sind kontaminierte Ausrüstungsgegenstände und Kleidung einschließlich Jagdausrüstung, beispielsweise durch den Jagdtourismus. Erhöhte Wachsamkeit ist daher nicht nur für Schweinehalter, Jäger und Tierärzte, sondern allgemein angezeigt.

 

In Thüringen wurde in Sachen Afrikanische Schweinepest bereits eine Sachverständigengruppe im zuständigen Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft gegründet. Es wurden unter anderem Merkblätter zur Afrikanischen Schweinepest, darunter auch mehrsprachige Informationen für Saisonarbeiter aus verschiedenen Europäischen Ländern (beispielsweise in polnischer, rumänischer, bulgarischer und russischer Sprache) veröffentlicht. Diese stehen hier zum Download zur Verfügung. 

Diese Meldung wurde mit freundlicher Unterstützung des Landratsamtes des Saale-Orla-Kreises und seines Amtstierarztes Lutz-Peter Klendauer erstellt.

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