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Sonneberg
Sonneberg durchlebte in der 655-jährigen Stadtgeschichte viele Höhen und Tiefen, hat Armut und Reichtum kennen gelernt, stand für Weltoffenheit und Zukunftsdenken. Heute, 14 Jahre nach der Einheit Deutschlands, befindet sich die Kreisstadt im wirtschaftlichen Aufschwung. Der gewerbliche Mittelstand ist wieder der Motor der Wirtschaft. Doch die Entwicklung des Mittelstandes vollzieht sich nicht von allein, die Kommune muss in enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis und dem Freistaat Thüringen Rahmenbedingungen für diese Entwicklung schaffen. Hierzu zählen unter anderem vorteilhafte Grundstückspreise und eine günstige verkehrstechnische Anbindung.
Anfang der 90er Jahre füllten sich die beiden Gewerbegebiete in Hönbach und in der Mittleren Motsch rasch. Heute befinden sich im Gewerbegebiet Mittlere Motsch 19 Unternehmen. Im Hönbacher Gewerbegebiet „An der Müß“ sind es 20 Firmen. Da ein weiterer Bedarf an Gewerbeflächen vorhanden war und noch vorhanden ist, wurde mit Unterstützung des Freistaates Thüringen in den Jahren von 1996 bis 1999 ein drittes Gewerbegebiet im Stadtteil Malmerz mit einer Fläche von 34,4 ha erschlossen. Heute haben sich bereits 17 neue Firmen dort niedergelassen. Gegenwärtig erschließt die Stadt Sonneberg gemeinsam mit der Nachbargemeinde Föritz ein weiteres Gewerbegebiet. Für einen attraktiven Wirtschaftsstandort spricht neben günstigen Möglichkeiten für die Gewerbeansiedlung auch das Erscheinungsbild der Stadt. Und daran haben die Sonneberger in den letzten 10 Jahren hart gearbeitet. Entsprechend den städtebaulichen Entwicklungskonzeptionen für die Obere und die Untere Stadt und mit Hilfe von Städtebauförderung, Wohnumfeldverbesserung, Dorferneuerung und vielerlei privater Initiativen wird die Stadt schöner und die Infrastruktur insgesamt besser. Stadtentwicklung Sonneberg: Sie zeigt sich in den Veränderungen am Bahnhofsplatz durch den Bau des Umweltbahnhofes mit zentralem Omnibusbahnhof und der Fuß- und Radwegbrücke zum Stadtteil Wolkenrasen, mit Innenstadttangente und anderen neuen verbesserten Verkehrsführungen.
Neue Wasserspiele am Hanns-Arthur-Schoenau-Platz, ein umgestalteter Stadtpark, das moderne 2002 wieder eröffnete Kultur- und Kongresszentrum „Gesellschaftshaus“ und die neue multifunktionale Freizeitanlage mit Hallenbad und Kunsteishalle ergänzen die vorhandenen Standortfaktoren.
Auch wenn die Baumaßnahmen im Stadtzentrum sehr spektakulär sind, so sollten die vielen weiteren Bau- und Sanierungsmaßnahmen in allen anderen Teilen der Stadt nicht außer Acht gelassen werden. In den Ortsteilen Mürschnitz, Neufang, Malmerz und Hönbach wurden der gesamte Ortskern sowie viele Eigenheime im Rahmen der Dorferneuerung verschönert. Gegenwärtig kommen die Unterlinder und die Hönbacher Einwohner durch die Flurbereinigung in den Genuss dieser Förderung. Durch Maßnahmen der Wohnumfeldverbesserung wurde im Wohngebiet Wolkenrasen vieles schöner gestaltet. Auch „Wolkenrasen II“ und „Baumweg“ – beide neue Wohnbaugebiete – füllen sich zunehmend mit attraktiven Eigenheimen. Der Marktplatz mit Altem Rathaus und der ehemaligen Handelsschule, die heute das Meeresaquarium beherbergt, die Schulstraße, der Kleine Markt, der Schlossberg und viele private Wohn- oder Geschäftshäuser in der Altstadt sind liebevoll saniert, umgebaut und neu gestaltet.
Ob man nun durch die Bernhardstraße, die Coburger Allee, die Köppelsdorfer Straße oder durch irgendeine andere Straße der Stadt läuft, überall fallen die alten, sanierten Wohnhäuser auf. Marode Gebäude in der Fußgängerzone mussten dem großen Neubau des City Centers weichen. Der Drogeriemarkt Müller und weitere Geschäfte beleben die Innenstadt. Mit der Vielfältigkeit des Angebotes wächst die Attraktivität der Innenstadt.
Es gibt in der Stadt Kindergärten, Bildungseinrichtungen, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Kino, Bar, Disko und noch einiges mehr. Sonnebergs Kindergärten haben einen Stand erreicht, der zur Spitze des Freistaates Thüringen gehört. In Sonneberg gibt es neben fünf Grundschulen, fünf Regelschulen und zwei Gymnasien auch das neue Staatliche Berufschulzentrum in Steinbach. Zur Erwachsenenbildung tragen die Volkshochschule des Landkreises Sonneberg, die IHK und mehrere private Weiterbildungseinrichtungen bei.
Für die Ausbildung von besonders musikalischen Kindern sorgt die Musikschule. Bekannte Künstler erhielten hier ihre erste Ausbildung. Als ein kulturelles Zentrum für Südthüringen hat sich die Spielzeugstadt bereits einen Namen gemacht. Traditionsreiche Veranstaltungen wie das Internationale Puppenfestival in Neustadt bei Coburg und Sonneberg sowie das Stadt- und Museumsfest bereichern das Angebot ebenso wie die Internationalen Sonneberger Jazztage, die Musikmeile, Modellautorennen, Rathauskonzerte, Kirchenmusikveranstaltungen und Ausstellungen in der Städtischen Galerie. Im Jahre 2002 fand in Sonneberg der Thüringentag – das große Landesfest des Freistaates Thüringen – statt. Dieses Fest auszurichten war für die Kreisstadt eine besondere Ehre. Sonneberg besitzt auch auf dem Gebiet des Sports in Thüringen einen guten Namen. Ob Rodler, Fußballer, Volleyballer, Handballer, Tennissportler, Tischtennisspieler, Kegler, Judokas, Kraftsportler, Reiter und Schützen – alle sind bei überregionalen Wettkämpfen ganz vorn mit dabei. Aber auch individuelles Fitnesstraining ist bei den Sonnebergern voll in. Mehrere Studios bieten spezielle Programme für das persönliche Trainingsprogramm. Tanzfreunde finden in Sonneberg neben einer guten Ausbildung auch die Möglichkeit regelmäßig ihr Können zu zeigen. Das Vereinsleben in Sonneberg ist rege und hat Tradition. Ob als Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr, als Blasmusiker, als Mitglied im Verein ländlicher Traditionen, als Sänger in einem Chor, als Jagdfreund, Geflügel- oder Kleintierzüchter, Modelleisenbahner oder bei den anderen Freizeitbeschäftigungen, immer ist ein Stück Heimatverbundenheit, der Stolz auf die eigene Geschichte und das Erreichte zu spüren.
In Sonneberg kann man hart arbeiten, entscheidet schnell und präzise, hat improvisieren gelernt und mit der Zeit vieles geschaffen. Darauf darf der Sonneberger stolz sein. Auch wenn es noch viel zu tun gibt. Hier lehnt sich keiner zurück, weil dann eine gebotene Chance für die Stadt, für ihre Menschen, vielleicht verpasst wäre.

