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Geschichte hautnah erleben und begreifen


... ist ein Projekt des Netzwerkes für Demokratie e.V. Sonneberg. Ziel ist es mit Jugendlichen ohne Schulabschluss, Ausbildungsabbrechern, langzeitarbeitslosen Jugendlichen und/oder Strafentlassenen unter fachkundiger Anleitung hautnah Fakten zur regionalen Geschichte zu recherchieren und Bildungslücken zu schließen. Im Lauf des Projektes sollen die Jugendlichen angeregt werden, sich von einer möglicherweise auf ihren bisherigen Lebensweg unvorteilhaft auswirkenden Gesinnung abzuwenden. Die Jugendlichen unterstützen ihre Bemühungen nach einem Schulabschluss mit dem Einsatz ihrer neu erworbenen praktischen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen. Sie erfahren neben einer Stärkung ihrer Persönlichkeit durch Herausbildung sozialer Kompetenzen und einem Wir-Gefühl auch öffentliche Anerkennung und die Bestätigung, zu etwas nütze zu sein. Sie können noch nach Jahren jedem zeigen: Das hab ich gemacht. Sie sollen lernen, durch eigenes Tun, die Arbeit und als Ergebnis das öffentliches Eigentum zu schätzen.

Die Jugendlichen der Zielgruppen entwickeln oft Ablehnung, wenn die Organisation des Unterrichts, die Wahl der Methoden, der Umgang der Pädagogen und der Tagesablauf an die Erfahrungen aus der Schulzeit erinnern. Deshalb ist es notwendig, bei der Bildungsarbeit praxisorientierte Lernsituationen zu organisieren: Die Todesfälle an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze im jetzigen Landkreis Sonneberg stellen ein hautnahes und greifbares Thema dar. Die Jugendlichen führen Gespräche mit Angehörigen der sechs Todesopfer, mit Zeitzeugen und suchen die Originaltatorte auf. Die Jugendlichen verarbeiten das neu gewonnene Wissen am Computer und lernen mit professioneller Präsentationssoftware (z.B. MS PowerPoint, Adobe InDesign) umzugehen. Lockere Werkstattgespräche bringen weitere Informationen und Fakten. Die druckfertigen Fakten bringen die Jugendlichen auf selbst gefertigten Anschauungstafeln an. Hier werden sie in der Holz- und Metallbearbeitung gefördert. Zum Schluss haben sie das fertige Ergebnis vor Augen, welches an Originalschauplätzen aufgestellt wird.

Die Jugendlichen werden jeweils nachmittags für mehrere Stunden, teils auch an Wochenenden fachlich betreut, der Treff findet jeweils nach Projektstand an unterschiedlichen Orten im Landkreis statt.  

 

 
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